Tangounterricht bei Lorena und Pedro
Dienstags um 20:00 Uhr.
Thema am 18.08.2026: Gehen im Tango
Gehen in Tango: Das Gehen ist die Grundlage des Tango. Im Gegensatz zum Salsa sind die Hüften beim Tango weniger beweglich, um die Eleganz zu bewahren. Die Fersen sind sehr wichtig, um die Stabilität der Schritte und den Kontakt zum Boden zu gewährleisten. Der Führende führt im Wesentlichen mit dem Oberkörper. Deshalb bleiben die Oberkörper beider Tänzer während des Gehens so weit wie möglich einander zugewandt. Gehen im Parallelsystem Mann (Führender) und Frau (Folgende) gehen mit entgegengesetzten Beinen. (Der eine mit dem linken, der andere mit dem rechten.). Um die Eleganz aufrecht zu erhalten, versuchen die Tänzer ihre Füße bei jedem Schritt zusammen zu halten, d. h, der Führende sollte versuchen keine offene Schritte zu gehen. Gehen im Kreuzsystem Mann und Frau tanzen und gehen dabei wie die Frau. Beide mit dem rechten oder linken Bein. Das bedeutet in der Praxis, dass das Gehen nicht „frontal“ stattfinden kann. Es geht aber auch seitlich. Hier muss der Führende entweder rechts oder links von Folgende zu gehen. Wechsel: Mann kann vom Parallel ins Kreuzsystem und umgekehrt wechseln. Dazu muss aber ein „Traspie“ (Dopperschritt) beim Führenden statt finden |
Die Umarmung
Der erste Schritt im Tango ist die Umarmung. Es ist der Moment der Begegnung des Tanzpaares. Es empfiehlt sich, sich die nötige Zeit zu nehmen, um eine Umarmung richtig aufzubauen, die bequem und angenehm ist. Mit der Umarmung werden nach dem Blickkontakt und dem Nicken neue Körperwahrnehmungen aktiviert. Es gibt keine einheitliche und allgemein gültige Definition für die Umarmung im Tango. Es gibt jedoch grundlegende Elemente.
Das Überkreuzen entsteht, wenn die (der) Folgende ihr linkes Bein vor das rechte kreuzt und dabei das Gewicht auf das überkreuzende Bein verlagert. Im Grundschritt tanzt die Folgende ein Kreuz auf dem 5. Schritt. Der Führende führt das Kreuz mit einer kleinen Drehung der Brust. Diese Drehung findet nur mit der Brust statt ohne die Armen einzusetzen. Um das klarer zu führen, entwickelt der Führende vorher (bei den 4. Schritt) eine etwas dynamischere Fortbewegung.
Ziele:
- Beherrschung von Achse, Gleichgewicht und Haltung.
- Grundlegende Einzel- und Partnertechnik erlernen
- Die Musikalität verstehen (Rhythmus, Phrasierung, Gehen im Takt)
- Einfache Tanzsequenzen für den Tanz in einer Milonga erlernen
- Grundlegende Verhalten Codes verstehen.
Unsere Lernmethode basiert auf der Improvisation. Das Wesen des Tangos ist die Improvisation. Diese entsteht jedoch nicht aus dem Nichts. Um improvisieren zu können, muss man Grundschritte entdecken, die sich zu Abläufen zusammenfügen lassen. Dazu ist es wichtig, die Verbindung zu finden.
Der Tango ist ein Paartanz. Ohne Verbindung zum Tanzpartner ist es nicht möglich, Tango zu tanzen. In unserem Kurs entwickeln wir die Grundelemente der Umarmung sowie die Dynamik von Oberkörper, Füßen und Hüften, um eine optimale Verbindung herzustellen.
All dies geschieht unter Berücksichtigung der Musikalität im argentinischen Tango. Die Musik der argentinischen Tango-Orchester (siehe Blogbeitrag hier) ist das grundlegende Element der Musikalität, die wir entwickeln. Das bedeutet, dass es für das Tanzen wichtig ist, sich mit den Tangos dieser Orchester vertraut zu machen. In unserem Kurs zeigen wir den Teilnehmern, welche Dynamik notwendig ist, um zur Musik zu tanzen.